URSULA SUSANNE BUCHRART
*lebt und arbeitet in Dresden und Wien

2005 – 2011
Diplomstudiengang Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Wien

2004
Diplom Kommunikations-Design, Fachrichtung Künstlerisches/Ästhetisches Design an der Fachhochschule München 

2001 – 2003
Studienreisen nach Galapagos, Ecuador, Dominikanische Republik, USA 

 

Nominierungen | Preise

2011
2. Würdigungspreis Lenzing-Ag, Lenzing 
Nominierung Kunstpreis „Roter Teppich“, Wien 

2008
Nominierung Galerie Schloss Parz, Parz 

2005
Nominierung Walter Koschatzky-Preis, Wien 

 

Sammlungen | Ankäufe

2015
Galerie Ernst Hilger, Wien 
Galerie Zeitkunst, Kitzbühel 
Raiffeisenbank Kitzbühel-St. Johann 

2013
Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste, Wien 

2012
Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste, Wien 
Sammlung Alfred Brogyànyi, Wien 

2011
Sammlung Heinz Angerlehner, Wels 

 

Kooperationen

Matthias Bernhard; Markus Kircher; Paul De Florian; Eric Beier

 

Mitglied

Saloon Wien; Soroptimist International Deutschland 2

 

Ausstellungen (Auswahl)

2018
fragile & artificial || Salon Müller | Curbach
Leipziger Buchmesse | Galerie nummeriertunsigniert

2017
Eat the rich at all times || Kaeshmaesh | Verein zur Förderung von Kunst und Kommunikation, Wien (solo)
Unfolding Pigments: A Painting and Videogame Manifesto || Semperdepot | Wien
Panoptical Blend #1 || Wien

2016
Stop and Go || Museum Angerlehner | Wels (solo)

2015
Vienna Contemporary Zone1 || Galerie Ernst Hilger | Wien (solo)
Alles für die Krone II || Loft 8 | Wien (solo)
Alles für die Krone || Moe | Wien (solo)
Atelierfrische || Galerie Die Erlas | Traunkirchen
Obsessive || Galerie Zeitkunst | Kitzbühel

2014
Ausstellung Kabinettl || Kufstein (solo)
Unwritten ||Moe | Wien und Orf Funkhaus | Graz
Museum auf Abwegen || Masc Foundation | Wien
Upperworld-Underworld || Mascfoundation | Wien
Café Draschan || Appartment Draschan | Wien

2013
Sommerfrische || Galerie Gaudens Pedit | Kitzbühel
Some roads to somewhere || Galerie Hilger | BROTKunsthalle | Wien
neue arbeiten-neue malereien || Atelier Suterena | Wien

2012
Rauchgefechte || Ausstellung BAT | Wien
Warm up || Galerie Gaudens Pedit | Kitzbühel
Spring || Galerie Gaudens Pedit | Lienz

2011
Schnutenalarm mit P.P. Rubens || Gemäldegalerie der Bildenden Künste Wien (solo)
Kunstmesse „Artmarket Budapest“ || Galerie Gaudens Pedit | Lienz und Kitzbühel
Female in Progress || Kunstverein Grünspan | Feffernitz i. Drautal
Wem die Stunde schlägt || NÖ Dokumentationszentrum für Moderne Kunst | St. Pölten

2010
Confligere || Kunstverein Schattendorf | Schattendorf 
Frequency Mistakes mit der Tendenz zum Lebendigen | Mayerhof Waldviertel 
fünf mal fünf malen || Galerie Otto Wagner | Wien 

2008
Randzone || Galerie Schlossparz | Parz 

Ursula Susanne Buchart

Ursula Susanne Buchart hat an der Akademie der bildenden Künste in Wien studiert. Neben der Zeichnung und Lithographie ist es vor allem die Malerei, in der sie ihren Ausdruck findet. Motive aus den Bereichen Mode oder Comic, Versatzstücke aus alltäglichen Gebrauchsgegenständen und Genussmitteln lösen sich in abstrakten Hintergründen auf. Auch die Porträts können sich dem nicht entziehen. Wo sich eben noch eine klare Kontur, ein zartes Gesicht abzeichnete, verschmilzt im nächsten Moment das Haar, der Hals, der Körper völlig mit der dahinter liegenden Farbfläche. 

Der Betrachter wird sich der Fragilität des Augenblickes erst bewusst, wenn er erkennt, dass die eigentliche Vorwärtsbewegung auf dem Catwalk gleichzeitig ein sich Auflösen in einen verschleierten Hintergrund bedeutet. In diesem Moment schafft Ursula Buchart einen vollkommenen Stillstand. 

Sie selbst sagt, dass in ihren Bildern völlig natürliche Dinge künstlich überhöht werden und damit ganz bewusst den Status des Objektes einnehmen. Sie sind stark stilisiert, teilweise überzeichnet – immer wieder versucht man sich von dem Blick, diesem Objekt zu lösen, man schaut weg und schaut zurück, sucht nach dem Momentum der Faszination und wird ganz unbewusst zum Voyeur. 

Das Fesselnde an Ursula Bucharts Werken ist zum einen die malerische Lösung von Einzelheiten, mit der sie ganz bewusst Schwerpunkte setzt: die Lippen, ein Augenaufschlag oder auch Segelohren. Zum anderen sind es aber auch die kleinen anatomischen Unkorrektheiten, die das süßlich Perfekte ins Eigentümliche und mitunter auch Groteske schweifen lassen – ganz in der Tradition von John Currin and George Condo. In dieser übersteigerten und zum Thema erhobenen Künstlichkeit zeigt sich zudem der zugespitzte Blick auf die Gemachtheit menschlicher Identitäten zwischen lustvollem Agieren und Fetischisieren.

von Maren Martzilder, Kunsthistorikerin

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