MONA POUREBRAHIM
*1985 in Teheran, Iran

2015
Hochschule für Bildende Kunst Dresden, Prof. Kerbach

2011
Kunstakademie Münster , Prof. Cornelius Völker

2009
Bachelor an der Universität der Künste Teheran

 

Ausstellungen (Auswahl)

2018
SMS – Sprösslinge mit Spaß || Stadtgalerie Radebeul | Radebeul

2017
Jugendfotoausstellung des FORUM || Dresden
Walter Koschatzky Kunst Preis || Hofausstellung des MUMOK | Museumsquartier Wien
Galerie Jean-Francois Kaiser || Straßburg

2016
Interventionen || Kunsthaus Dahlem | Berlin
Orient-Okzident || Rathaus Dresden

2015
Sparkasse Gelsenkirchen || Gelsenkirchen (solo)

2014
Gabriele Münter und blaue Reiter ||  Frauenmuseums | Bonn

2013
Malernormaleaktivität || Landesvertretung NRW | Brüssel

MONA POUREBRAHIM
 
Mona Pourebrahims Bilder haben etwas Bedrohliches – seien es voluminös aufsteigende Rauchwolken am Horizont in einer komplett leer gefegten Landschaft oder ein blutroter, düsterer und drückender Himmel. Scheinbar wahllos werden Personen in die Umgebung eingefügt. 
Es ist nicht ganz klar, aus welcher Zeit die Personen kommen und wie sie an diesen Ort gelangt sind. Stumm richten sie den Blick auf den Betrachter und stehen starr in der Landschaft. Ich fühle mich beobachtet und möchte mich ihnen entziehen, gleichzeitig kann ich nicht wegschauen und möchte mehr erfahren, den Zusammenhang zwischen Individuum und Natur verstehen. Auch bei ihren Darstellungen von Rauch, frage ich mich, ob hier eine Bedrohung oder eine Idylle vorherrscht? Der Rauch signalisiert mir, dass hier auf jeden Fall Menschen sein müssen. Zu Gesicht bekomme ich jedoch keine. Immer wieder wechseln meine Gefühle bei der Betrachtung zwischen Beklemmung und Neugier. Es stellt sich mir die Frage, ob ich an diesem Ort sein möchte. Auf jeden Fall möchte ich wissen, was dort passiert!
Trotz der omnipräsenten Bedrohung strahlen die Bilder eine innere Ruhe aus. Es scheint, als hätte die Künstlerin für eine Sekunde die Zeit angehalten und diesen Augenblick auf der Leinwand eingefangen. Es ist der Moment, in dem alles passieren kann oder auch nichts. Ich habe das Gefühl, Mona Pourebrahim spielt bewusst mit der Kombination aus Idylle und Bedrohung. Und vielleicht weil ich keine wirkliche Bedrohung erkennen kann – oder nein – gerade deswegen werde ich nicht müde weiter hinzusehen und nach einem kleinem Hinweis zu suchen, der mir eine Antwort auf meine Neugierde gibt. 
 
von Laura Gerstmann – Kunsthistorikerin, Dresden
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