KARL KOWALKE
*1988 Berlin

seit 2013
Studium der Bildenden Künste an der HfBK Dresden

 

Ausstellungen (Auswahl)

2018
Attitudes || L&M Gallery | Latina (I) (Kat.)
Background || Scar Milano | Milan (I) (Kat.)

2017
Weihnachtsmarkt der Bildenden Kunst || Kunztraum | Dresden
Tumbling during live jumps || Velveton | Düsseldorf
Liebelei || objekt klein a | Dresden (Kat.)
Ich bin nicht meine Zielgruppe || Sammlung Stefan Heinemann | Kunsthaus Dresden (Kat.)

2016
DNN Weihnachtsauktion „Dresdener helfen Dresdenern“ || Sächsische Sparkasse | Dresden

2015
Ohne Titel || Senatssaal | HfBK Dresden (Solo)
STRAIGHT OUTTA PIESCHEN || brix e.V. | Dresden
Mexican Standoff | Galerie Baer | Dresden (solo)
BILDERLADEN || Galerie Holger John | Dresden

2013
Summer Knights || Urban Spree | Berlin

THINK OUTSIDE THE BOX 

Karl Kowalkes Gemälde waren zunächst auf großflächigen, locker angespannten Leinwänden zu betrachten, seit einiger Zeit arbeitet er jedoch an einem neuen Projekt „Heiße Ware“. Karl näht Pullover aus verschiedenen Stoffen und Farben zusammen welche in mancher Sicht eine Transformierung seiner Leinwandwerke sind. Ähnlich wie bei seinen früheren Werken verwendet er einfache und schlichte Materialien, in seinem neuen Projekt wird Farbe praktisch durch Stoff ersetzt und flächig zu Pullovern zusammengenäht. Er fordert dabei die Grenzen heraus, die das konventionelle künstlerische Verständnis an Werke der bildenden Kunst stellt. Durch diese Voreingenommenheit die man mit der Zeit entwickelt, entstehen Rahmen und Richtlinien in denen sich Künstler dieser Gattung bewegen; Karl Kowalke schafft mit seiner neuen Art und Weise sich auszudrücken einen „Rahmen 2.0“, dafür benutzt er sogenannte „Safer“, transparente Hartplastikboxen in denen normalerweise Gameboyspiele, DvD’s, etc. geschützt und gelagert werden. Karl achtet bei der Verwendung dieser „Safer“ darauf, dass es sich um Boxen mit Grip und abgerundeten Ecken handelt damit sie gut zu handhaben sind. Jeder der als Kind strenge Eltern hatte, durfte diese Boxen nie mit seinen fettigen kleinen Fingern berühren, geschweige denn sie von ihrem Inhalt lösen. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei Karls Konzept um einen Rahmen den man in die Hand nehmen kann (und auch soll), den man schlichtweg öffnen kann. Er verwendet diese „Safer“ um die zusammengelegten Pullover zu präsentieren. Je nachdem wie man den Pullover positioniert und zusammenlegt entsteht eine neue Perspektive, ein neues Werk. Platziert werden soll das Ganze letztendlich auf schlichtem Rohbetonböden. 

So gesehen geht es in Karl Kowalkes Projekt um die Kunst das Unnahbare nahbar zu machen. Er fordert dabei unser Verständnis dafür heraus, wie wir Kunst wahrnehmen, wenn sie nicht auf einer Leinwand zu sehen ist. Ist es noch Kunst oder ist es ein Alltagsgegenstand? 

von Dahna Dahlke

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